Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2003 – Erste Trainingsfahrt nach Sargenroth

14.08.2013

(Dieser Artikel stammt noch von unserer alten Homepage, daher sind die Bilder leider nicht vergrößerbar.)

 

Reise-Tagebuch von Alex

 

Frohen Mutes fuhren wir am Freitag, den 24.10.2003, um 07:55 Uhr von unserem Dojo in Bergisch Gladbach Richtung Sargenroth los.

Nach ca. 2 ½ Stunden Fahrt kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Sargenroth an. Nach dem Ausladen des Gepäcks und der Trainingsgeräte erfolgte die Begrüßung durch den Herbergsvater bzw. den Betriebsleiter der Herberge. Der erste sich aufdrängende Eindruck war: Es ist kalt aber schön hier. Die Frage war nur, würde es trocken bleiben? (Es blieb! —Anm. von Frank)

 

Die Teilnehmer der Trainings-Fahrt nach Sargenroth vom 24.10. bis 27.10.2003

 

Das Gebäude wies äußerlich starke Ähnlichkeiten mit einer Schule auf, drinnen war es zweckmäßig aber wohnlich. Es gab dort ein Spielzimmer und die Möglichkeit Tischtennis, Billard und Kicker zu spielen. Ebenso konnte der im Hause vorhandene Pool zum Schwimmen kostenlos reserviert werden.

 

Die Zimmerverteilung sowie die Besprechung der Hausordnung und des Wochenendes erfolgte kurz vor dem Mittagessen. Dabei wurden die Teilnehmer der Fahrt auch in bunt gemischte Arbeitsgruppen eingeteilt. Einmal, um sich über das Wochenende ein paar Trainingsinhalte gemeinsam zu erarbeiten und einmal, um sich untereinander besser kennen zu lernen. Um 12:00 Uhr gab es Mittagessen. Nach dem Essen hatten wir eine „Verdauungsstunde“, und dann ging es auch schon zu unserem ersten Training. (Die Trainingshalle war in etwa 15 Minuten Fußmarsch über Felder und durch Sargenroth selbst zu erreichen.)

 

Auf dem Weg zum Training

 

 

Tag 1 (24.10.2003)

 

Das Training dauerte von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und lief unter dem Motto „Kennenlern-Training“. Wir lernten die Namen der Mitreisenden durch Spiele wie „Kofferpacken“, „Plumpssack“ und Luftballonspiele kennen, sowie durch spezielle Grundschul- und Partnerübungen. Am Ende arbeiteten wir uns noch an ein paar Runden Tauziehen ab.

 

Reise nach Jerusalem“ einmal anders.

Ich hab noch 30 Euro – äh Karateka – auf der Bank.

 

Rebecca bereitet alles vor…

…und die anderen machen alles wieder kaputt!

 

Alle ziehen…

…an einem Strang!

 

Nach dem Training hatten wir eine kurze Ruhepause bis zum Abendessen um 18:00 Uhr, und hiernach hatten wir das Schwimmbecken für uns reserviert. Jeder, der wollte, konnte diese Möglichkeit bis 20:00 Uhr nutzen. Um 20:30 Uhr trafen wir uns dann zu einem „Wissensquiz“ über Grundlagen des Karate-Do, bei dem jede Gruppe zeigen sollte, was sie so über die Kampfkunst weiß, die sie ausübt. Dieses Quiz brachte Punkte für die einzelnen Gruppen und eine Menge Spaß für sämtliche mitreisenden Vereinsmitglieder; nicht nur durch die „Fehler“ der anderen Teilnehmer, sondern auch durch die mitunter komische Beantwortung der Fragen. Nach dem Quiz ging es dann für alle mehr oder weniger schnell ins Bett.

 

Alle sind satt…

…selbst die Jugendlichen!

 

 

Tag 2 (25.10.2003)

 

Nach dem Aufstehen und der (hoffentlich erfolgten) Körperpflege gab es dann um 07:45 Uhr Frühstück, bei dem mehr oder weniger gut zugeschlagen wurde (eher „mehr“, Ihr habt die Küche tatsächlich leergefressen! –Anm. von Frank). Danach hatten wir „Freizeit“ bis zu unserem 09:30 Uhr-Treffen zwecks Abmarsch zum Training. Das Training bestand schwerpunktmäßig aus der Konfrontation mit Gefühlen, die in einer Bedrohungssituation aufkommen, bzw. Selbstbehauptungsübungen, die dazu dienten, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und anderen diese aufzuzeigen. (Z.B. verbales Auf-sich-aufmerksam-machen, andere durch Ansprechen vom Angriff abhalten, instinktives Herausfinden eines Aggressors aus einer Gruppe.) Außerdem standen Selbstverteidigungstechniken auf dem Plan. (Z. B. Partnerübungen mit Hauptziel Atemi-Punkte, auspowern an der Pratze.)

 

Komm mir nicht zu nahe!

Du dringst in meinen Kreis ein!

 

Aufgestaute Energie muss raus!

Hiza Geri (Kniestoß) gegen Pratzen.

 

Wer will mir hier was?

Sensibilitätsübung 2

Ich werd’s schon rausfinden!

 

Nach diesem – für manche völlig neuen – Training gab es Mittagessen. Der darauf folgende Nachmittag stand zur freien Verfügung. Wer wollte konnte wandern oder schwimmen gehen, an seinen Gruppenübungen (mit der Gruppe) arbeiten, die Möglichkeiten der Herberge nutzen oder aber auch sich auf sein Bett legen und lesen bzw. schlafen.

 

Rennen in der Wäschekiste.

Für manches ist man nie zu alt. 🙂

 

Der Billardtisch war sehr beliebt.

Der Kickertisch ebenso.

 

Wir trafen uns dann beim Abendessen wieder. Nach dem Essen hatte man erneut ein wenig Zeit für sich, und dann ging es auch schon zu unserem abendlichen Training.

Dieses abendliche Training (das unter dem Namen „Dunkeltraining“ lief) beinhaltete neben dem Umziehen bei Dunkelheit und einer „Schweigepflicht“ ein eher ruhiges Training, dessen Thema hauptsächlich das Fließenlassen des Körpers und seinen Bewegungen war. Zuerst starteten wir mit Partnerübungen, bei denen es darum ging seinem Partner mit geschlossenen Augen (also hundertprozentig) zu vertrauen, und mit freier Kata ohne Anspannung. Darauf folgte Kata in Zeitlupe und ein wenig Grundschule mit auspowern. Schließlich erfolgte ein durch Gefühle geleitetes Durch-die-Halle-Wandern und eine kurze Meditation. Nach der Meditation bewegten wir uns ruhig zurück zur Herberge, wo wir den Rest des Abends zur freien Verfügung hatten.

(Keine Fotos hiervon, da wir die Leute nicht durch das Blitzlicht stören wollten. Dafür aber nachfolgend ein Bericht von Karin. –Anm. von Frank)

 

Es ist Samstagabend – der zweite Tag unsere Wochenendes in Sargeroth – und ab 20 Uhr steht Dunkeltraining auf dem Programm
Um 19.30 Uhr gehen wir zusammen über den Feldweg, den wir mittlerweile auch in tiefer Dunkelheit finden, zur Gemeindehalle, und ich bin schon sehr gespannt was mich erwartet. Der eisige Wind macht mich wieder wach… (kurz zuvor gab es Abendessen!)
In der Halle angekommen wird das erste Geheimnis schon glüftet: Umziehen bei völliger Dunkelheit in der Eingangshalle – da wird schon unser aller Tast- und Spürsinn abgefragt! Dann endlich betreten wir unser „Dojo“, und ein Lichtmeer aus Windlichtern hilft uns einen Platz zu finden. Eine wunderbare Atmosphäre macht sich breit, und ich spüre, wie die ganze Anspannung im Körper nachlässt und ich neugierig darauf warte, was Frank und Martin für uns vorbereitet haben. Was folgt ist eine Mischung aus Grundschule, Partnerübungen – bei denen man sich fallen lassen kann – und Meditation.
Für mich war dies eine ganz neue Erfahrung, und ich musste feststellen, dass meine ganze Müdigkeit einer besonderen Ruhe gewichen war und Bilder und Gefühle auftauchten, die ich schon lange nicht mehr kannte. Was mich sehr beeindruckt hat, war das Zusammenspiel unserer gemischten Gruppe (Kinder, Jugendliche und Erwachsene), das gut harmonierte.

 

–Karin (Späteinsteiger-Gruppe)

 

 

Nacht vom 25.10 auf den 26.10.2003

 

In der Nacht vom 25.10. auf den 26.10. beschlossen ein paar unserer jugendlichen Mitglieder, nämlich Anders, Lukas und Gregor, die „gewonnene“ Stunde (Zeitumstellung) zu nutzen und des nachts in der Halle zu trainieren. Auf dem Weg dorthin wurden unsere ahnungslosen Wanderer dann von einer Horde Bauerntrampel (welche sich allesamt als Vereinsmitglieder inklusive der Trainer entpuppten) auf dem stockdunklen Feldweg überfallen und trotz heftigster Gegenwehr gnadenlos zu Boden gerissen, gefesselt und ihre Niederlage mit Fotos dokumentiert. Unsere Nachtschwärmer trainierten übrigens dennoch in der Halle!

 

„Schleudert den Purschen zu Poden!“

Fesseln wie beim (Rinder-)Rodeo.

 

Die Jungs sind ziemlich stark…

…aber wir haben sie doch gekriegt. Victory!

 

 

Tag 3 (26.10.2003)

 

Beim Frühstück wurde hauptsächlich über den nächtlichen Überfall gesprochen. Nach dem Frühstück hatten wir die Zeit bis zum Mittagessen zur freien Verfügung. In dieser Zeit konnte man seine Gruppenarbeit vertiefen, ein von Martin angebotenes Stocktraining nutzen oder die Möglichkeiten der Herberge ausnutzen (Billard, Kicker, lesen, wandern etc.).

 

Abhängen...

…oder üben. Jeder wie er wollte.

 

Nach dem Mittagessen (welches – wie überhaupt der ganze Service in Sargenroth – wieder sehr gut war) hatten wir noch eine kleine (und bestimmt auch verdiente) Ruhepause. Darauf ging es dann zu einer etwas anstrengenderen Trainingseinheit. Bei diesem Training konnten wir uns bei Grundschule, Kata und schließlich bei heftigen Ringkämpfen richtig gut abreagieren. Außerdem stand ein wenig Selbstüberwindung auf dem Programm.

 

Aufwärmübung.

Tsukis (Fauststöße) im Kiba Dachi (Reiterstellung).

 

„Jetzt bist Du fällig, Reinhard!“

Rache ist süß!

 

Auch Jagger muss dran glauben.

Andere wollen aber auch mal.

 

Nach dem Training konnte man erneut die freie Zeit nutzen, um wieder schwimmen zu gehen, zu lesen usw. Nur unsere rachedurstigen Vereinsmitglieder fühlten ihr Rache-Konto noch nicht ganz ausgeglichen und beförderten Rebecca noch vollbekleidet in den Swimming Pool. Danach gab es dann lecker Abendessen.

Nach dem Abendessen ging es dann ans Eingemachte. Wir gingen gemeinsam zur Trainingshalle, um dort dann den anderen das vorzuführen, was wir die Zeit über in den Gruppen vorbereitet hatten.

 

Janine, David, Astrid, Karl und Alex.

Gregor, Sten, Lorenzo und Jutta.

 

Thomas, David, Jens, Rebecca und Gracia.

Karin, Jagger, Gerd, Rainer und Jessica.

 

Daniel, Adrian, Florian und Lukas.

Christoph, Anders, Anna, Reinhard und Katja.

 

Nachdem alle Gruppen sehr gute Leistungen erbracht hatten (Allerdings! –Anm. von Frank), haben wir uns alle gemeinsam hingesetzt, um über das nun schon vergangene Wochenende zu sprechen und unsere Eindrücke zu schildern. Im Großen und Ganzen sagten alle: „Das Wochenende war toll, die Kameradschaftlichkeit (gerade im Hinblick auf die unterschiedlichen Altersklassen) bemerkenswert harmonisch und das Training auf alle (sowohl groß als auch klein) abgestimmt.“

Am Ende der Vorführungen nahmen wir unsere Trainingsutensilien und gingen zurück zur Herberge. Dort fingen wir schon mal an zu packen und setzten uns dann noch gemütlich zusammen, um auf Andreas’ Geburtstag zu warten. Manche fielen aber auch schon mit Klamotten ins Bett und schliefen sofort ein.

 

Gemütliches Beisammensein…

…in unserem Gruppenraum für’s Wochenende.

 

Andrea ist 21…

…und ein paar Unverwüstliche feiern in die Nacht.

 

 

Tag 4 (27.10.2003)

 

Nach dem (mehr oder weniger) gelungenen Aufstehen nahmen wir unser letztes Frühstück ein und sangen gemeinsam ein Geburtstagslied für Andrea. Dann war endgültig packen und Zimmerräumen angesagt. Nach der Zimmerräumung hatten wir noch etwas Zeit, die wir unter anderem für ein Gruppenfoto nutzten (siehe ganz oben).

 

Heimreise.

Das Wochenende hat seine Spuren hinterlassen.

 

Die Busfahrt heimwärts verbrachten die meisten größtenteils schlafend oder in einer eher meditativen Haltung, in der so wenig Krach wie möglich gemacht wurde. Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit kamen wir um 12:50 Uhr am Dojo an, wo wir den Bus entluden und unsere Trainingsgeräte wieder an ihren Platz räumten, um danach langsam aber sicher nach einem Aufwiedersehen nach Hause zu gehen. (Bereits am Abend fanden sich viele ja wieder beim Ferientraining im Dojo ein.)

 

Bericht: Alexander Götz
Bilder: Martin und Astrid

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