Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2009 – Dritte Trainingsfahrt nach Sargenroth

14.08.2013

(Dieser Artikel stammt noch von unserer alten Homepage, daher sind die Bilder leider nicht vergrößerbar.)

 

Unsere Fahrt nach Sargenroth
(von Thorsten und Felix)

 

Ostern 2009: Wir starteten nach einer durchzechten Nacht (diese ging der Legende nach bis ca. 4:00 Uhr) um 8 Uhr vom Dojo mit dem Ziel Sargenroth. Die altersmäßig sehr gemischte Gruppe bestand aus 45 Schülern und 6 Trainern, dabei war vom zehnten bis zum 63ten Lebensjahr jede Altersklasse vertreten. Die Busfahrt war, bis auf einen kleinen Umweg, nicht weiter ereignisreich.

 

Es geht wieder auf große Fahrt!

Zum dritten Mal lautet das Ziel:Jugendherberge Sargenroth

 

Gegen 10:30 Uhr erreichten wir unser Ziel: Die Jugendherberge Sargenroth. Wir wurden vom Herbergsvater (oder neudeutsch: Betriebsleiter) empfangen. Es wurde eine Rege Diskussion in Gang gebracht welche Berufsbezeichnung denn nun die richtige sei. Wir beide sind zu dem Schluss gekommen, dass Betriebsvater die optimale Lösung darstellen würde.

 

Wir bezogen unsere Zimmer und um 12 Uhr gab es das erste Mittagessen. Dabei stach sofort die wirklich außerordentliche Qualität des zur Verfügung gestellten Wassers hervor. (Leitungswasser halt… Anmerkung von Frank)

 

Am Nachmittag gab es dann das erste gemeinsame Training. Dieses Training stand unter dem Motto „Kennenlernen“. Durch das Zuwerfen von Pratzen und dem gleichzeitigen Rufen des eigenen Namens und anderer spielerischer Übungen lernten wir die Namen der Anderen. Die später folgende Namensrunde festigte diese noch zusätzlich. Dadurch hatten wir die Gelegenheit, auch die Schüler kennen zu lernen, die nicht in unseren Gruppen trainieren.

 

Verschiedene Kennenlernspiele

Darunter das beliebte Sortieren auf den Stühlen

Lukas beweist, dass man auch mit Luftballon im Mund gut aussehen kann

Die Luftballons mit den Namen darauf kamen bei verschiedenen Übungen zum Einsatz

 

Nach dem Training gab es ein Volleyballspiel mit ca. 30 Teilnehmern, ohne Linien, Regeln, aber mit ganz viel Witz und Spaß!

 

Volleyball ohne Regeln und Verstand, dafür mit jeder Menge Spaß

Geländespiel „Capture the Flag“

 

Nach dem Abendessen – wieder verfeinert durch das edle und (wie wir später heraus fanden), getestete Wasser – startete um ca. 21 Uhr die Nachtwanderung. Unser Betriebsvater warnte uns zu Beginn der Wanderung vor aggressiven Wildschweinen. Die Wanderung führte uns durch den anliegenden Sargenrother Dschungel. Tatsächlich waren angriffslustige Tiere unterwegs, jedoch hatte sich unser Betriebsvater in der Tierart geirrt. Die Gruppe wurde mehrmals von wild gewordenen Osterhasen angegriffen. Nach ca. einer Stunde erreichten wir wieder wohlbehalten die Herberge. Dies war das Ende eines sehr anstrengenden ersten Tages und wir freuten uns sehr auf ein paar Stunden erholsamen Schlaf sowie unsere Nachtruhe.

 

Diese Nachtruhe endete allerdings abrupt um 5:00 Uhr morgens mit dem Wecken durch drei der Trainer. Wir hatten drei Minuten Zeit zum Antreten vor der Herberge zum Frühsport. Nach viel Gemaule von Alex und Felix („ich will schlafen“, „ich habe keine Laufschuhe“, „mach ich nicht“) haben wir uns dann doch vor der Herberge eingefunden. Jedoch war die Gruppe nicht komplett angetreten. (Alex war verschollen, Carola hat sich einfach umgedreht und weiter geschlafen!). Aus diesem Grund beinhaltete der Frühsport lediglich ein freundliches „Guten Morgen, Ihr seid nicht vollzählig und zu spät, ihr dürft Euch wieder hinlegen“. Die Euphorie hielt sich demzufolge in Grenzen… Zwei Stunden später fanden wir uns alle mehr oder weniger ausgeschlafen und zum Teil noch nörgelnd zum Frühstück ein.

 

Das Vormittagstraining startete dementsprechend träge aber steigerte sich dann recht schnell zur gewohnten Intensität. Trainingsinhalte waren Selbstbehauptung (u.a. wie reagiere ich auf Provokation und blöde Anmache?) und das Kennenlernen von nützliche Angriffspunkten am Körper.

 

Katja macht’s vor: Selbstverteidigung…

…und -bahauptung

Und die Anderen machen es nach: Schreien!

Gut gebrüllt, Löwe!

 

Nach dem Mittagsessen gab es dann ein Pooltraining. Hier wurden unter anderem Fußtritte und Fauststöße geübt. Das Pooltraining mündete in eine große Wasserschlacht. Dabei durften die Geschädigten des morgendlichen Weckens in Überzahl die Trainer im Wasser niederringen.


Das sehr gute Wetter an diesem Nachmittag ermöglichte es uns, anschließend die eine oder andere Stunde in der Sonne zu verbringen.

 

Fauststöße im Pool gingen ja noch…

…aber hohe Fußtritte waren eine Herausforderung

Die Kinder hatten Spaß: Kampf auf mit Luftballons gefüllten Müllsäcken

Wer zuerst fällt hat verloren!

 

Nach dem Abendessen gab es eine nächtliche Trainingseinheit. Das Nachttraining beinhaltete Grundschulübungen und einen längeren Lauf durch den Sargenrother Wald, den Abschluss bildeten Übungen am Lagerfeuer.

 

Im Dunkeln über Stock und Stein

Training am Lagerfeuer

Flammenmeditation

 

Nach dem Training fand sich eine gemütliche und gesellige Runde am Lagerfeuer ein. Hier brillierten einige mit ihrem überragenden Wissen an Filmzitaten. In dieser Nacht fanden wir auch endlich unsern verdienten Schlaf.

 

Es ist kaum zu glauben, doch auch der Osterhase hatte den Weg ins abgelegene Sargenroth gefunden. Nach dem Frühstück fanden wir auf dem ganzen Gelände versteckte Ostereier. Nachdem alle Eier und Süßigkeiten gefunden waren, wanderten wir geschlossen zu unserer Trainingshalle zum Kurzstocktraining. Hier wurden uns die Grundlagen im Umgang mit dem Stock gelehrt.

 

Der Osterhase war auch da!

Hier werden der gesamte Fund aufgereiht

Übungen mit dem Kurzstock

Grundübungen, die jeder mitmachen konnte

Einfache Angriffe und Abwehren

 

Am Nachmittag gab es dann für eine kleine freiwillige Gruppe ein Spezialtraining. Dieses Training beinhaltete zwar nur drei Übungen, jedoch dauerte es ca. zweieinhalb Stunden. Der Ablauf sah wie folgt aus:


Wir joggten geschlossen zum angrenzenden Wald, wo das Training stattfinden sollte. Wir setzten uns, wie zu Beginn jedes Trainings, in den Fersensitz zum so genannten
Mokuzo. Bis hier war noch alles „normal“. Doch diesmal sollte es anders kommen…

 

14:00: Wir saßen mitten im Wald. Vögel kreisten über unseren Köpfen und der Wind rauschte zwischen den Bäumen. Eigentlich ein schöner Moment. Aber es sollte ja etwas geschehen. Alle warteten auf die erste Übung. Frank zog eine Uhr aus seinem Rucksack hervor und gab die kurze Anweisung „Es ist 14:00, ihr bleibt jetzt bis 14:30 Uhr Minuten sitzen und beginnt dann mit freier Kata.“ Das Training hatte also bereits begonnen.
14:15 Uhr: Die Füße beginnen einzuschlafen. Aus dem zunächst angenehmen Sitzen wird ein unangenehmes Gefühl.
14:25 Uhr: Jetzt waren die Füße nicht nur taub, sondern sie schmerzten und das Taubheitsgefühl wandert nun auch über die Waden bis in die Oberschenkel. Es wird schwer sich nicht von diesen Gefühlen übermannen zu lassen, die Übung nicht abzubrechen. Ablenken… An etwas Schönes denken… Konzentriere dich auf deinen Atem… Nur noch 5 Minuten… Aber nur nicht auf die Uhr schauen. Sonst wird jede Sekunde zur Ewigkeit.
14:28 Uhr: Gleich ist die erste Übung geschafft! Dachten wir… „Haltet durch… Eure innere Uhr tickt sowieso anders als die, die vor euch steht“, sagte Frank. Mit diesen Worten drehte er die Zeiger wieder auf 14:00 Uhr zurück. „Nochmal eine halbe Stunde!“
Die Übung wurde nach einem weiteren, extrem frustrierenden, vorzeitigen Zurückstellen der Zeiger dann doch um 14:45 Uhr beendet und wir durften – so gut es ging – aufstehen. Dies dauerte auf Grund der eingeschlafenen Beine eine längere Zeit.

 

Nachdem alle wieder stehen und gehen konnten erklärte Frank die zweite Übung: „Ihr legt eure Füße auf der Bank ab und macht Liegestütze auf Seiken, also den Fäusten.“ Ziel war es 100, Liegestütze zu schaffen. Jedoch: „Für jedes Absetzen macht ihr zwei Liegestütze extra.“ So wurden aus den 100 Liegestütz zügig 102, 104, 106 – kein Ende in Sicht…
Frank beendete die Übung schließlich, auch wenn ein paar von uns die 100 Liegestütze nicht erreicht bzw. durch das häufige Absetzen eine unerreichbare Anzahl Liegestütze angehäuft hatten. Egal! Hauptsache, alle hatten es versucht und ihr Bestes gegeben. Das war es, was zählte und Mut und Kraft gab für die letzte Herausforderung!

 

100 Liegestütz auf den Fäusten auf dem Waldboden

Und wieder zwei mehr, dafür eine kurze Pause

 

Jetzt sollten sich jeweils zwei Leute als Paar zusammen stellen und ihre Karate-Gürtel miteinander verknoten. Ebenfalls bekam jeder der beiden ein Seil, um auch die eigenen Füße zusammen zu binden. Aufgabe war es nun, zu zweit aneinander gefesselt den Heimweg anzutreten. Eher gesagt zu hüpfen… Es ging durch den Wald, über Wiesen, über Stock und Stein. Manchen trieb die große Anstrengung des Spezial-Trainings nun die Tränen in die Augen. Andere hüpften mit stoischer Gelassenheit. Wieder andere fanden noch Zeit sich unterwegs über das Tempo und den gemeinsamen Rhythmus zu streiten.

 

Hüpfen durch den Wald und über die Wiesen

Manche namens locker, der Eine oder Andere aber hatte weniger Spaß

Hier wird geschummelt: Hügel werden herabgerollt…

…oder auf allen Vieren erklommen

Zwei hatten noch Zeit sich wegen unterschiedlicher Hüpfeinstellungen zu bekämpfen

Andere kämpften dafür lieber gemeinsam

Geschafft! Jetzt erst Mal etwas trinken

 

Erschöpft, dennoch aber voller Freude dieses Training geschafft zu haben, erreichten schließlich alle Paare nach und nach die Jugendherberge. Darauf tranken wir erst mal ein leckeres, kaltes Malzbier und ließen das Training noch mal Revue passieren.

 

Dieses Training führte sicherlich alle Teilnehmer ein wenig an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und manche sogar darüber hinaus.

 

Der Abend wurde mit einem leckeren Grillen eingeläutet. Anschließend wurde gespielt. Das Spiel hieß Karate-Activity. (Eine modifizierte Form des bekannten Gesellschaftsspieles, wobei man Karate-Begriffe über Wissensfragen, Pantomime oder per Zeichnung darstellen musste.) Dabei glänzten einige mit mehr oder weniger zeichnerischen und/oder schauspielerischen Fähigkeiten. Die, die danach immer noch nicht genug hatten (so ziemlich alle!), haben danach noch eine Limbo-Party in der Herbergsdisco steigen lassen, die Sargenroth so bisher noch nicht erlebt hatte.

 

Jung und Alt rocken das Haus…

…und feiern eine Limbo-Party!

 

Der Montagmorgen startete um 6:30 Uhr tatsächlich mit dem schon einmal versprochenen Frühsport.

 

Frühmorgens ging es raus in den Nebel…

…und das noch feuchte Gras

Da machen solche Übungen doppelt Spaß!

Und wieder zusammengebunden – diesmal aber nur ein Bein und als Wettrennen

 

Nach dem anschließenden Frühstück räumten wir die Zimmer und warteten auf den Bus, der erfreulicherweise eine Stunde früher kam als geplant. Das Highlight der Rückfahrt war Reinhards eingeklemmter Fuß, der erst durch den wagemutigen Einsatz eines Mitarbeiters des Busunternehmens und der Dekonstruktion eines Sitzes gerettet werden konnte. Wir erreichten gegen 12 Uhr müde aber zufrieden unser Dojo.

 

Abschließend bleibt von unserer Seite zu sagen, dass wir diese Trainingsfahrt sehr genossen haben und den Trainern für die lehrreichen, schönen und trotzdem erholsamen Tage danken.

Wusstest du schon?

In der Karate-Gemeinschaft gibt es keine Gürtelprüfungen und keine öffentlichen Wettkämpfe.

Du bist nie zu alt für Karate! Unsere Späteinsteigergruppen sind den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppen angepasst.

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