Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2012 – Außentraining an der Diepeschrather Mühle

04.09.2013

von Lea Watermeyer

 

Ein stinknormaler, entspannter Sonntagmorgen sieht für die meisten meines Alters so aus: Bis elf Uhr schlafen, spätes Frühstück und dann lesen, Fernsehen oder ein schöner Sonntagsspaziergang. Doch nicht so für all die, die sich am 3. Juni 2012 für das Außentraining eingetragen hatten. So wie ich. Schon um 7 Uhr klingelte mein Wecker und um neun stand ich mit den anderen 20 Vereinsmitgliedern vor dem Restaurant an der Diepeschrather Mühle, unserem Treffpunkt.

 

Manch einer nimmt’s gelassen

Angrüßen unter freiem Himmel

 

Wir alle standen da also im Karateanzug und barfuß im Regen und warteten darauf, dass das Training endlich beginnen würde. Wir waren eine sehr gemischte Gruppe, mit Jugendlichen und  Erwachsenen aus allen möglichen Leistungsgruppen. Einige, zu denen auch ich gehörte, nahmen zum ersten Mal an solch einem Außentraining teil. Ich hatte anfangs ein leicht mulmiges Gefühl, da ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde, aber das verschwand  schnell wieder.

                     

Auf einem Weg nahe vom Parkplatz grüßten wir an und hatten dabei das Rauschen der Blätter und des Regens in den Ohren. Anschließend liefen wir zu einem kleinen See, um den wir zum Aufwärmen mindestens 5 Runden rennen mussten. Durch das kühle Wetter und den Regen geriet man nicht so schnell ins Schwitzen. Die eigentliche Herausforderung stellten für die meisten die vielen, kleinen, spitzen Steinchen auf dem Weg dar, da sie einem bei jedem Schritt in die Füße stachen.

 

Warmlaufen um den See

Schubkarrenrennen über die Wiese

und die obligatorischen Liegestütz

 

Nachdem wir unsere fünf Runden gelaufen waren fand das weitere Aufwärmtraining auf einer kleinen Wiese statt, wo wir uns dehnten, Liegestütze machten sowie verschiedene Partnerübungen, wie z.B. Schubkarrenrennen. Auf einer anderen Wiese rannten und rollten wir einen kleinen Abhang hinauf und hinunter. Das war manchmal nicht so einfach, da die Wiese vom Regen ganz rutschig war und ich mehrmals beinahe hingefallen wäre.        
Dann stellten wir uns in 4 Reihen auf und übten immer kompliziertere Technikenfolgen bei denen es vorwärts und rückwärts ging und die auch des öfteren wegen des Abhangs und der rutschigen Wiese erschwert wurden. Einmal sollten wir sogar eine Rolle in eine der Technikenfolgen einbauen. Besonders lustig wurde es, als es bergauf ging.

  

Technikfolgen, mal gewohnt

und mal anspruchsvoller

 

 

Nachdem wir mehrere Technikenfolgen erst langsam, dann immer schneller geübt hatten, richteten wir uns in einer Reihe auf Partner aus. Die Partnerübungen begannen erst mit lockerem Ohrfeigentraining und gingen dann zu Angriffen und Abwehren, bis schließlich zu Falltechniken über. Der Regen war mitlerweile in ein leichtes Nieseln übergegangen und die Anzüge wiesen bereits so einige Grasflecken auf. Zumindest bei mir.

 

Ringkämpfe auf nassem Gras

 

Nach den etwas „schwierigeren“ Übungen ging es mit lustigeren Dingen weiter, z.B. Bockspringen oder „ Wettkrabbeln“, bei denen alle in Reihen im Kiba-Dachi (Reiterstellung) stehen und der hinterste unter den Beinen der anderen bis nach vorne kriechen musste, Tauziehen und Tritte über ein Seil.

  

Bockspringen, den Hang hinauf

Tauziehen auf rutschigem Untergrund

 

Noch dreckiger wurden die Karateanzüge, als wir uns zu einer Sandfläche neben der Wiese begaben. Das Training wurde nun wieder anstrengender. Wir machten Liegestütze und schlugen viele Tsukis (Fauststöße) im Kiba-Dachi (Reiterstellung), während die drei Trainer uns immer weiter anfeuerten und motivierten. Für mich war dies einer der anstrengendsten Teile des Trainings.

 

Test der Bauchmuskulatur

Robben durch den nassen Sand

 

Nun teilten wir uns in zwei Gruppen auf. In die eine Gruppe konnten all die gehen, die ein härteres Training und eine größere Herausvorderung wollten oder die sich sicher waren, dies schon einmal gemacht zu haben. Die andere Gruppe bildeten die, die es nicht ganz so hart haben wollten oder diese Art von Training noch nie mitgemacht hatten. Zu denen gehörte auch ich. Bei diesem Training durften wir den Partner ein wenig boxen und „abklopfen“ und uns in eine Reihe legen, bei der der erste immer aufstand und sozusagen über die Bäuche der anderen spazierte. Anschließend stellten wir uns im Kiba- Dachi vor einer Holzwippe auf und schlugen Tsukis dagegen. Ich schätze, die andere Gruppe hat so etwas ähnliches gemacht, nur härter und fester.   

 

Fauststöße, mal auf den Partner

und mal in den Boden

 

Die Gruppen fanden sich an einer Kletterspinne wieder zusammen, um die wir einen großen Kreis bildeten.  Da hieß es dann mit freier Kata durchs Spinnennetz und auf Kommando „Wettklettern“  bis hoch in die Spitze.

 

Wettklettern auf das Spinnennetz

Ringkämpfe im nassen Sand

 

Nachdem wir dann noch einige Runden mit einem Partner gerungen hatten, hieß es auch schon zurück zum Parkplatz und Abgrüßen. Die einzigen, deren Anzüge noch weiß waren und nicht gelb und braun, waren die der  Trainer. Am Ende war ich stolz und froh, dass ich mitgemacht und durchgehalten habe. Es war eine tolle Erfahrung.

 

Müde, pitschnass, aber guter Dinge!

Wusstest du schon?

Bei der Karate-Gemeinschaft üben wir den Shotokan-Stil und dessen Kata.

Das traditionelle Karate lehrt auch Hebel, Würfe und den Kampf am Boden.

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