Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2016 – Himmelfahrts-Lehrgang

14.07.2016

Himmelfahrtskommando
oder: Drei Tage Karate-Power!
 

Als vor fast 20 Jahren der Grundstein für unser Dojo gelegt wurde, wollten unsere Vereinsgründer eine Trainings-und Begegnungsstätte errichten, in der so oft wie nur möglich Karate-Do geübt werden sollte. Heute hat unser Dojo an sechs Tagen in der Woche geöffnet und bietet so viele Trainingseinheiten an, wie kaum ein anderer Karate-Verein.

 

Doch es geht noch besser: Das verlängerte Wochenende nach Christi Himmelfahrt verbrachten viele von uns nicht auf der faulen Haut, sondern beschäftigten sich von Freitag bis Sonntag bei einem großen Lehrgang mit ihrer Kampfkunst. In verschiedenen, abwechslungsreichen Einheiten für Groß und Klein erlebten sie ihre Kampfkunst mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung.

 

Klassische Übung am Abend

 

Los ging es am Freitagabend mit den drei klassischen Säulen des Karate-Do: Kihon, Kata, und Kumite (Grundschule, Form und Partnerübung/-kampf). Jeder dieser drei fundamentalen Aspekte wird im Karate-Do als gleich wichtig erachtet, weshalb wir auch jedem die gleiche Zeit einräumten, nämlich eine Stunde. Insgesamt 40 Karate-Schüler füllten das Dojo mit Tatendrang.

 

Los ging es am Freitagabend mit klassischer Karate-Grundschule

 

In der ersten Stunde befassten sich unsere Karateka im Kihon mit selten geübten Technikkombinationen, die besonders die im Karate so wichtige Hüftdrehung förderten und den Schülern das Prinzip näher brachten, dass Karate-Techniken „aus unserer Mitte“ starten. Die Kombinationen waren vom einfallsreichen Gregor so gewählt, dass auch für Fortgeschrittene die eine oder andere fordernde Kombination darunter war.

 


Gedan Barai, …

…Tate Empi, …

Verschiedene Kombinationen wurden geübt, …

…hier eine mit Handballenstoß …

…und schließlich auch an Pratzen ausprobiert

 

Anschließend trennte sich die Gruppe nach ihrem Leistungsstand. Gertrud und Sara lehrten jeweils einer Gruppe die Kata Empi bzw. Tekki Shodan. Für manche war diese Einheit eine Vertiefung ihrer Kenntnisse, für viele andere das völlige Neu-Erlernen einer anspruchsvollen Form. Entsprechend brummte einigen anschließend etwas der Schädel von Konzentration und Aufmerksamkeit.

 


Übung der Kata Empi

Sara zeigt Anwendungen aus der Kata

Noch eine Anwendung, …

…die dann fleißig geübt wurde

Gertrud lehrte unten die Kata Tekki Shodan…

…ebenfalls mit Anwendungsbeispielen

 

In der dritten Einheit des Abends wurde es dafür dynamischer. Als Thema setzte Frank die klassischen Shotokan-Partnerübungen auf die Tagesordnung, die von sehr eng festgelegten Bewegungsmustern für Anfänger zu immer freieren und dynamischeren Kampfformen für Fortgeschrittene gestaffelt sind. Bei den fortgeschrittenen Partnerübungen werden Präzision, Kontrolle, Reaktion und schnelles Handeln gleichermaßen gefordert. Die Halle brummte zu später Stunde noch einmal mit voller Energie.

 


Verschiedene Partnerübungen…

…standen später am Abend auf dem Programm

Davida gegen Goliath

Partnerübung mit Ura Tsuki

 

Als um 23 Uhr der Schlussgong ertönte waren einige der Anwesenden mental und körperlich ganz schön erschöpft. Für manche Neulinge im Verein war es schon eine fordernde Erfahrung drei Stunden am Stück aufmerksam zu trainieren.

 

Action für Kinder am Morgen

 

Am Samstagvormittag startete das Karate-Erlebnistraining für unsere Kinder. Das Training fand diesmal in der Turnhalle am Broich statt, wo die Trainerinnen schon einiges für die Kinder aufgebaut hatten.

 

Sara mit einer der Kindergruppen

 

Zum Aufwärmen wurden im Kreis Fauststöße und Fußtritte abgefeuert. Dann nutzten die Kinder die Linien auf dem Hallenboden, um darauf mit verschiedenen Karate-Techniken vorzugehen – erst langsam, dann schnell und voller Energie, wie Tiger. Außerdem konnte man auf den Linien toll fangen spielen.

 


Aufwärmtraining

Kleiner großer Karateka

 

Den Höhepunkt bildeten für die Kinder sechs Parkour-Stationen, an denen – mit Karate-Techniken kombiniert – geklettert, geschwungen, blanciert und mit Riesenbällen geworfen wurde. Es wurde geschwungen wie Tarzan, versucht das Gleichgewicht auf Wackelmatten zu halten und die Sprossenwand erklommen, um schließlich mutig von ganz oben herunterzurutschen. Was für ein Spaß!

 


Bocksprung wird nie alt

Herausforderung Sprossenwand

Mit Schwung in die Pratze

Der Ball fast größer als das Kind

Den Parkour erklimmen, …

…nur um danach abgeworfen zu werden

 

Zum Schluss fing das „Moormonster“ die Kinder, die über die aufgebauten Geräte und Matten flüchten mussten und auf keinen Fall den „Moorboden“ berühren durften.

 

Judo für Karateka

 

Am Samstagnachmittag begaben sich unsere Karate-Lehrer selbst wieder in die Schülerrolle, denn für diesen Tag hatten sie zwei traditionelle Judo-Lehrer eingeladen.

 
Nils Gottschaldt und Daniel Erdwey vom TV Jahn Kapellen in Grevenbroich nahmen sich vier Stunden Zeit, um unseren wieder rund 40 Karateka Prinzipien beizubringen, wie man das Gleichgewicht seines Gegners ohne besondere Kraftanstrengung stört und diesen schließlich zu Fall bringen kann.
 


Daniel und Nils demonstrieren Standsicherheit

Martin und Katja in der klassischen Judohaltung

Jonas hängt an Frank

Nils bricht Daniels Gleichgewicht

Wir üben uns richtig zu bewegen, …

…dann fällt der Partner von alleine – sagt Nils

 

Die beiden sympathischen Judo-Lehrer begeisterten unsere Karateka mit ihrer lockeren Art und sorgten dafür, dass sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene die Bewegungsmuster erlernen konnten. Den meisten von uns wird wohl noch für lange Zeit „die Welle“ und das entspannte Kreisen mit der Hüfte in Erinnerung bleiben. Vielen Dank an Nils und Daniel! Wir werden das bestimmt wiederholen.

 

Karate für die ganze Familie

 

Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Alle Vereinsmitglieder gleich welchen Alters waren eingeladen gemeinsam zwei Stunden miteinander zu trainieren. Fast 60 Karateka von fünf bis 57 Jahren versammelten sich in der Turnhalle am Broich, da unser Dojo bei diesem Andrang wohl aus den Nähten geplatzt wäre. Darunter auch Familien, die sich darüber freuten, nun einmal miteinander trainieren zu können.

 

Die Sonntagstruppe nach alter sortiert auf den Bänken

 

Gemeinsam wurde sowohl spielerisch als auch ernsthaft trainiert, wobei immer darauf geachtet wurde, dass ein Miteinander von Klein und Groß zustande kam. Manchmal ging das so weit, dass die Kleinen auf den Großen herumkletterten oder es sich auf deren Rücken bequem machen konnten. Eine Kata „mit Anhang“ bekommt dann gleich einen neuen Schwierigkeitsgrad.

 


Krabbeln zum Aufwärmen

Die Kleinen klettern an den großen

Liegestütz mit etwas Zusatzgewicht

Klein mit (ziemlich) Groß

 

Wir waren begeistert darüber, wie toll und ernsthaft unsere Kleinsten das für sie mit zwei Stunden recht lange Training bewältigten. Sie waren mit Begeisterung und Konzentration bei der Sache und zeigten sich sehr verantwortungsvoll, als es darum ging, ihre großen Partner, deren Augen geschlossen waren, durch die mit Hindernissen vollgestellte Halle zu leiten.

 


Mit geschlossenen Augen…

…durch die Halle geführt werden

Klein führt Groß…

…und umgekehrt

 

Alle hatten viel Spaß an diesem Training, bei dem es mehr um das gemeinsame Karate-Erleben als um die Vermittlung bestimmter Technikinhalte ging.

 


Nicht so ganz vom gleichen Kaliber

Zusammenhalt

 

Mit dieser Einheit endete für die meisten dann auch der Lehrgang. Wer noch Lust hatte begab sich anschließend zum Karate-Dojo und ließ den Tag mit seinen Kameraden bei Fingerfood und Kuchen im Kreise seiner Kameraden ausklingen.

 

Knallharter Abschluss

 

Ein paar Unerschrockene blieben allerdings noch freiwillig in der Halle, um sich der Herausforderung eines sehr fordernden Abschlusstrainings zu stellen. Sie nahmen mit Unterstützung von Frank und Gregor den Kampf gegen ihr Ego in zum Teil sehr harten und durchaus schmerzhaften Übungen auf sich und zeigten, was es heißt ein Kämpfer zu sein. Aus Geheimhaltungsgründen für zukünftige Generationen hüllen wir hier den Mantel des Schweigens über die Trainingsinhalte.

 

Die Teilnehmer des (freiwilligen, hihi) Überwindungstrainings: Harte Jungs!

 

Alles in Allem war es ein toller Lehrgang, der zwar durch unsere Trainer organisiert, aber erst durch das gemeinsame Engagement vieler unserer Mitglieder und deren Angehörigen in dieser Form möglich geworden war. Wir danken allen, die sich beteiligt haben, für ihre Hilfe und all denen, die teilgenommen haben, für ihr Interesse!

Wusstest du schon?

Das erste Training im eigenen Dojo fand im April 1999 statt.

Unsere große Übungshalle misst 190 qm und hat einen gelenkschonenden Doppelschwing-Vollholz-Parkettboden.

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