Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2018 – Trainingsfahrt ins Elsass

26.08.2018

Unermüdliche tägliche Übung

von Markus Holtorff

 
Am 19. Mai um 10 Uhr morgens war es endlich soweit! Es ging auf Trainingsfahrt ins Elsass, genauer gesagt nach Ventron.
 

Die Teilnehmer der Trainingsfahrt ins Elsass vor dem Ferienhaus
Unser Autor Markus sitzt in der vordersten Reihe ganz links

 

Für mich war es das erste Mal, dass ich bei so einer Fahrt dabei war. Ich war sehr gespannt und machte mir Gedanken über das, was auf mich zukommen würde: Wie wird das Training? Wie verstehst du dich mit den Mitfahrenden? Wie halten es 32 kunterbunt-gemischte Karateka unterschiedlichen Alters (immerhin von 12 bis 59 Jahren!) eine Woche lang miteinander aus? Wie klappt die Organisation? Schon allein die Verköstigung der kompletten Truppe war für die Küchenteams und Einkaufsteams eine tägliche Herausforderung. Solch große Mengen einzukaufen und zu verarbeiten war schon ziemlich anspruchsvoll – und es hat dennoch – wie auch alles andere – super geklappt. Hut ab!

 


Markus kocht…
…und alle werden satt! Eine Sorge weniger.

 

Aber zurück zur Fahrt: Nach ca. 6 Stunden Reise erreichten wir unser Haus, das für eine Woche unser Zuhause sein sollte. Nun hieß es, Zimmer beziehen und gleich danach Laufschuhe anziehen – nach der langen Fahrt genau das Richtige. Unser „leichtes“ Anlaufen ließ erahnen, was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte…

 


So sieht „leichtes Anlaufen“ aus
Rauf auf die Skischanze!

 

Nach dem Abendessen fanden wir uns im Aufenthaltsraum zu einem lustigen Karate-Quiz zusammen. Dabei waren nicht nur Fragen zu beantworten, sondern auch körperlicher Einsatz gefordert wie z.B. Liegestütz und Spagat. Der ein oder andere lernte dabei nicht nur seine Teamkollegen kennen, sondern auch noch ein paar Chuck Norris Witze.

 


Karate-Activity-Quiz: Armdrücken, …
… Handstand u.v.m.

 

Die Trainings waren für 10 Uhr morgens und 14 Uhr nachmittags angesetzt. Zentrales Thema war die Kata Ji’in. Für viele Teilnehmer eine gänzlich neu zu erlernende Kata. Eine nahegelegene Rasenfläche bot uns ein ideales Dojo – also einen Raum für unseren Weg, den wir hier eine Woche lang gehen würden. Immer unter freiem Himmel – egal ob Sonne oder Regen!

 


Ein Blick auf unser „Freiluft-Dojo“
Startklar fürs Training

 


Training bei jedem Wetter: Kampf in der Sonne
Wildes Geländespiel im Regen

 

Verschiedene Leistungs- und Altersgruppen standen sich gegenüber. Vertraute und nicht vertraute Gesichter, überall Karateka im weißen Anzug. Eine Bereitschaft zu immer weiteren Grenzerfahrungen zeichneten die jeweiligen Trainingseinheiten aus: So zum Beispiel das Laufen von 20 zusätzlichen Kata – nach den bereits 100 absolvierten – und das bei Knaller-Sonne…

 


Kata Ji’in
Erst das Erlernen des Ablaufs…

 


…dann weit mehr als 100 Kata
und schließlich praktische Anwendung

 

Die Nachmittagseinheiten waren als freies Training angesetzt. Jeder sollte sich die gesamte Woche über mit einer selbst gewählten Karateübung auseinandersetzen. So beschäftigten sich einige mit den Kobudo-Trainingsgeräten wie Langstock (Kata Kon), Kurzstock und Tonfa. Aber auch Würfe und Ringkämpfe sowie die Heian-Kata wurden geübt. Die zum Haus zugehörige Rasenfläche war oft noch nach dem eigentlichen Ende dieser Trainingseinheiten besetzt.

 


Freies Training am Nachmittag
Jede/r beschäftigte sich selbst

 


Alleine für sich…
oder gemeinsam mit Partner/in

 

Nach den Karate-Einheiten wurde viel Wert auf Dehnübungen gelegt. Bewusste Atmung und intensive An- und Entspannung der verschiedenen Muskelbereiche führte zu einer besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers. Im Verlauf der Woche sollte der ein oder andere die Vorzüge dieser Übungen und auch die, der bereitgestellten Black Rolls erfahren.

 


Katja unterrichtete viel Gymnastik
und alle dehnten fleißig mit

 


Dehnung ist wichtig in jedem Alter
Besser man fängt früh damit an

 

Ein weiteres wichtiges und ernsthaftes Auseinandersetzen mit dem Karate-Do boten drei aufeinander folgende Mondo (Lehrer-Schüler-Gespräche). Eine gezogene Tugendkarte stellte den Oberbegriff, der in Verbindung zum Karate-Weg gebracht werden sollte. Die zufällig gezogenen Tugenden wie Verantwortung, Belastbarkeit und Verbindlichkeit stellten somit die Diskussionsgrundlage und regten einen intensiven Gedankenaustausch an.

 


Vom Mondo gibt es keine Fotos
aber der Weg ist ein Kreis

 


verlangt unermüdliche Übung
und Opferbereitschaft

 

Donnerstag war unser Ausflugtag, an dem gruppenweise in drei verschiedene Städte gefahren wurde: Epinal, Colmar und Basel. Es tat richtig gut, mal rauszukommen, so schön das Haus in Ventron auch war.

 


Trainingsfreier Tag!
Raus gings zum Städtebummel

 


Die regionale Küche wurde ausprobiert
und sogar mit dem Boot gefahren

 

Was wir da noch nicht wussten: dass wir am nächsten Morgen um 5.37 Uhr mit lauter epischer Musik wie „Super Mario“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ geweckt wurden, um unsere letzte Trainingseinheit um 6 Uhr morgens anzutreten. Diese Trainingseinheit war hart und sehr intensiv, stand sie doch unter dem Motto „Überwindungstraining“. Dass damit nicht nur die Uhrzeit gemeint war, merkten wir sehr schnell. Nach deren Beendigung – etwa 3 Stunden (!) später – sah man aber trotz aller Anstrengung überall nur Freude über das Geschaffte in den Gesichtern. Schön – wenn es vorbei ist!

 


Die letzte Einheit hatte es in sich
Anstrengende Übungen wechselten sich ab

 


Früh am Morgen war es noch nass und kalt
Da konnte man schon mal verzweifeln

 


Schmerzhaft wurde es auch noch
und das hinterließ durchaus Spuren

 


Übung in Demut
Tibetische Niederwerfung bis zum Haus

 

Samstag war nun der Abreisetag und die Erlebnisse der Woche gingen wohl jedem noch eine Weile durch den Kopf. Zu Hause kam ich anfangs gar nicht zur Ruhe. Ich bin so froh dabei gewesen zu sein und diese erlebten Erfahrungen mit vielen teilen zu können. Wer in Zukunft vorher überlegt, dem kann ich nur empfehlen: Probiert es aus!

 


So, ich brauch‘ jetzt ’ne Abkühlung!

Wusstest du schon?

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