Karate-GemeinschaftBergisch Gladbach e.V.

Dojo

2014 – Ein Abend mal anders gestaltet

13.11.2014

Verlockend der Flyer: 6-Stunden Karate Lehrgang für Späteinsteiger. Da fragt man sich als Neuling schon: Kann ich das schaffen? Und als nächstes: Was erwartet mich denn da? Na ja, so schlimm wird es schon nicht werden und wenn ich nicht mitmache, dann werde ich es auch nicht erfahren. So habe ich mich also kurzentschlossen angemeldet.

 


Costa mit der Lehrgangs-Ausschreibung

Die Trainer sind startklar

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 6-Stunden-Lehrgangs

 

17 Teilnehmer haben sich am Samstagabend um 18 Uhr sicherlich mit unterschiedlichen Erwartungen im Aufenthaltsbereich der Karate-Gemeinschaft Bergisch Gladbach e.V. eingefunden. Hinter dem fröhlichen Stimmengemurmel konnte man auch eine gespannte Erwartung und Vorfreude auf den gemeinsamen Karate-Abend erkennen. Einige Karateka kannten sich schon und andere nutzten die Gelegenheit sich kennen zu lernen.

 

Schwerpunkt Ausdauer/Kraft

 

Dann ging es in das große Dojo. Gertrud, Costa und Elke begrüßten uns herzlich. Mit dem lang gewählten „Mokusō“(Konzentration, Meditation mit geschlossenen Augen, um sich auf das Training einzustimmen) gelang es mir, mich auf meine Atmung zu konzentrieren und damit einen Schritt Abstand vom Alltag zu nehmen. Wie im regulären Training wurde sich erst einmal locker aufgewärmt. In diesem ersten Block folgten Partnerübungen mit und ohne Pratzen und Übungen mit stetigen Wiederholungen.

 


Aufwärmübungen, mal koordinatorischer

und mal kämpferischer Natur

 


Hiza Geri (Kniestoß)

Übung an den Pratzen

 

Von diesen war es mir als Geologe eine besondere Freude zwei gut in der Hand liegende Steine auszusuchen, die bei der Übung möglichst nicht aus den Händen fallen sollten. Wie sich mit dieser scheinbar einfachen Übung herausstellte, trainierten wir hierbei nicht nur unsere Ausdauer und die Kraft unserer Arme, sondern übten uns auch in Geduld, immer weiter unsere Tsukis (Fauststöße) zu schlagen, bis das erlösende Yame (Ende) ertönte. Eine gekonnte Ablenkung von den doch anstrengend werdenden Wiederholungen verschaffte das laute Anzählen der Schläge, welches reihum fortgeführt wurde. Danach hatten wir uns unsere erste Pause verdient.

 


Konzentrierte Grundschule

Viele Wiederholungen, Steine in den Händen


Schwerpunkt Boxtraining/Kata/Abhärtung

 

Der zweite Block startete mit Freikampfübungen. Erstmals wurde ich beim Karate mit Boxhandschuhen ausgestattet. Wir übten zunächst Abwehr und Angriff mit Partner. Anschließend konnten wir uns an den Boxsäcken austoben. Danach war unbedingt eine Pause fällig. Diese gestaltete sich zunächst so, dass wir die Kata Heian Sandan durch unsere drei Trainer dargeboten bekamen. Anschließend waren natürlich wir an der Reihe. Festzuhalten bleibt, ehe meine Kata-Züge so präzise aussehen, wird wohl noch eine Weile vergehen. Da hilft nur eins: dran bleiben.

 


Boxhandschuh-Training mit Partner…

…und am Sandsack

Kata

 

In der Gruppe mit den Muskeln spielen

 

Als interessant stellte sich auch die Übung mit unserer mehr oder weniger vorhandenen Bauchmuskulatur heraus. In vermeintlich entspannter Liegeposition wurde reihum die „Bärentatze“ aus dem lockeren Handgelenk geschlagen – natürlich auf die angespannten Bauchmuskeln der anderen. Doch damit nichtgenug: Zum Abschluss durfte auch noch über die Bäuche der anderen gewandert werden. Spätestens hier hatte wohl jeder die Bauchmuskeln angespannt…

 


Kräftigung der Bauchmuskeln…

…und der Handgelenke/Fäuste/Arme


Schwerpunkt Selbstverteidigung/Wahrnehmung/Intuition

 

Der dritte Block begann mit zahlreichen Selbstverteidigungs-Elementen:

 

Wir wurden geschubst und sollten in eine stabile Haltung gelangen, befreiten uns aus den verschiedensten Haltegriffen und übten, wie man sich verhält, wenn man bedrängt oder angepöbelt wird.

 


Wegschubsen, …

…und befreien

 


Kumade (Bärentatze) gegen die Nase

Befreiung aus dem Griff von hinten

 

Danach folgte eine Übungseinheit der Intuitionsschulung, in der unsere persönliche Wahrnehmung gestärkt werden sollte. Trotz fortgeschrittener Zeit waren alle voll dabei. Ein wenig wurde die Müdigkeit in der angenehm abgedunkelten Atmosphäre kaschiert, in der wir nun unsere Wahrnehmungen ausloten konnten. Ich sammelte erste Erfahrungen mit dem Bambusschwert (Shinai), das uns helfen sollte, Gefahr frühzeitig zu spüren.

 


Intuitionsschulung

Übung: Kerze mit einem Fauststoß löschen

 

Im Kerzenlicht übten wir die Heian Shodan. Währenddessen durfte jeder, der wollte versuchen, die brennende Kerze durch einen präzisen und gut gezielten Fauststoß (Tsuki) auszulöschen. Ein schwieriges Unterfangen, aber letztendlich gelang es dann doch.

Während die Gruppe die Kata weiter übte, wurden wir einzeln nacheinander ins kleine Dojo nach unten geschickt. Auch das war nur spärlich beleuchtet, und wir hatten die Aufgabe, Techniken am Sandsack zu machen und „angemessen zu reagieren, je nachdem was dort geschieht“. In der vertraulichen Atmosphäre lag gleichzeitig eine Anspannung im Raum, die wohl nicht nur bei mir für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte, zumal ab und zu von unten ein lauter Schrei zu hören war…

 

Nachdem alle ihre Mutprobe erfolgreich absolviert hatten, haben wir zum Abschluss im Trainingsgarten um die Feuerschale herum Tsukis (Fauststöße) geschlagen und uns um Mitternacht dann verabschiedet.

 


Kata im Dojo bei Kerzenschein

Im Kreis um die Feuerschale

 

Es ist noch nicht lange her, aber vor gut einem Viertel Jahr habe ich meine ersten Karate-Bewegungen erlernt. Mit der Teilnahme an diesem 6-Stunden Lehrgang sind weitere Elemente hinzugekommen. Exzellent fand ich den Wechsel zwischen konditionellen, kraftvollen und ruhigen Übungselementen. Der Weg bewusst Sport zu treiben und Körper und Geist zu trainieren gefällt mir sehr. Und in der Karate-Gemeinschaft Bergisch Gladbach e.V. kann man auch noch mit 40 Neues für sich entdecken und erlernen. Wie heißt es doch gleich so schön: Der Weg ist das Ziel.

 

Doreen Mäurer

 

Vielen Dank noch an Bianca, die leider wegen einer Verletzung nicht aktiv teilnehmen konnte, uns aber mit ihren vielen geschossenen Fotos eine schöne Erinnerung verschaffte.

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